Magnus Heier Hirnwelten - Journalist
Hirnwelten
 

 

Die Welt, 17.5.2014

Mit den Augen hört man besser

Die Berliner Philharmoniker übertragen ihre Konzerte im Netz, die Metropolitan Opera im Kino – beide live, beide mit Ton und Bild. Hört man die Musik anders, wenn man die Musiker sieht?

http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article128110153/Mit-den-Augen-hoert-man-besser.html

 

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2.2.2014

Der ungesunde Rentenwahn

Politiker propagieren die frühe Rente und glauben, das sei ein Segen. In Wahrheit machen sie viele Menschen krank. Wer von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit ist, landet häufig genug in der Depression.

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Neues Deutschland, 23.11.2013

Vom richtigen Sterben

Mit der modernen Medizin verbreitete sich der Wunsch nach einem plötzlichen, überraschenden Tod - aus Angst vor hoch technisierten "lebenserhaltenden Maßnahmen". Noch vor wenigen Generationen indessen wollten die Menschen sich bewusst auf ihr Ableben vorbereiten. Heute zeigen vor allem Kinder, wie man mit dem eigenen Sterben umgehen kann.

Ernst H. hatte einen schnellen Tod: Er war mit 79 Jahren noch gut zu Fuß, besuchte die Familie des Sohnes - und starb dort mit der brennenden Zigarette in der Hand. Unerwarteter geht es nicht. Er war einfach tot. Dieses Ideal besang auch Reinhard Mey: "Wie ein Baum, den man fällt,/ Eine Ähre im Feld,/ Möcht' ich im Stehen sterben." Ist das ein guter Tod? In den Augen der Mehrheit ausdrücklich schon: Ich will nicht leiden, heißt es oft: 60 Prozent der Befragten möchten möglichst plötzlich und unerwartet sterben, ein Viertel hat sich keine Gedanken gemacht, und nur 12 Prozent wollen lieber bewusst, vorbereitet und in Begleitung sterben, so eine Umfrage der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/915879.vom-richtigen-sterben.html

 

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 6.10.2013

Heile, heile Entchen

Mit Ratgebern zur Gesundheit machen die Verlage nach wie vor ein gutes Geschäft. Manche sind
durchaus seriös. Doch es wird auch vieles gedruckt, was mehr als grenzwertig ist.
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WDR 5:Redezeit:

Wer´s glaubt wird krank - Der Nocebo-Effekt

Gespräch mit Dr. Magnus Heier, Moderation: Thomas Koch, 31.5.2012

Der Nocebo-Effekt ist die dunkle Seite der Placebo-Wirkung. Ausgelöst wird er von besorgten Ärzten, Beipackzetteln, Röntgenbildern oder Medizinseiten im Internet. Erwartungen können sich ja auch erfüllen, wenn sie negativ sind. Man liest den Beipackzettel und bekommt die erwähnten Symptome. Der Mensch wird seekrank, weil er erwartet, seekrank zu werden. Er spürt, dass der Rücken schmerzt, weil ein Röntgenbild eine unbedeutende Unregelmäßigkeit oder alterstypischen Verschleiß aufweist und der Arzt sagt: "Das sollten wir im Auge behalten"“ Nocebo heißt auf Deutsch: "Ich werde schaden"“ Die self fullfilling prophecy im medizinischen Bereich ist laut Dr. med. Magnus Heier Alltag in den Arztpraxen, wird aber von den meisten Medizinern extrem vernachlässigt.

 

WDR 2: Sonntagsfragen:

Hirnwelten - Wie kommt der Geist ins Gehirn?

Gespräch mit Dr. Magnus Heier, Moderation: Gisela Steinhauer, 27.5.2012

Wie kommt der Heilige Geist ins Gehirn? Die Frage kann man Pfingsten Theologen oder Neurologen stellen. Gisela Steinhauer hat sich für den Neurologen entschieden und Dr. Magnus Heier aus Castrop Rauxel in die WDR 2 Sonntagsfragen eingeladen.

Denn bei seinen Forschungen ist Heier auf hoch interessante Phänomene gestoßen. So hat er zum Beispiel den Cyberchonder ausgemacht, jenes Wesen, das im Internet nach einer Erklärung für seine Krankheitssymptome sucht und dann mit Extremdiagnosen zum Arzt geht.

Außerdem hat Heier den Nocebo-Effekt erforscht, bei dem die erwartete Wirkung von Medikamenten nicht nur (wie beim Placebo) heilen, sondern auch krank machen kann. Er weiß also viel über unser Gehirn. Aber weiß er auch, wie der Heilige Geist da hinein kommt?


 

SR2: Fragen an den Autor:

Nocebo - Wer´s glaubt, wird krank

Gespräch mit Dr. Magnus Heier, Moderation: Jürgen Albers, 5.2.2012

Magnus Heier, "Nocebo. Wer's glaubt, wird krank". Wie können Beipackzettel von Medikamenten, Röntgenbilder oder beunruhigende Diagnosen krank machen? Warum sind Privatpatienten gefährdet? Welche Untersuchungen helfen?


 

KÖLNER STADT-ANZEIGER 03. Juni 2011
Gesundheits-Kolumne
Absurde Medizin-Studien
Medizinische Studien machen nicht immer Sinn, oft aber Spaß. Denn aus den Ergebnissen und Erkenntnisse lassen sich teilweise abenteuerliche Zusammenhänge ableiten. KStA-Wissenschaftsautor Dr. Magnus Heier stellt einige Beispiele vor.
Im Briefkasten einer Arztpraxis landen ständig Prospekte, Zeitschriften und Infobroschüren, gefüllt mit Studien. Wenige sind hilfreich, die meisten langweilig - ein paar aber auch ärgerlich. …
mehr unter: http://www.ksta.de/html/artikel/1306994662261.shtml

DIE ZEIT 26.Mai 2011
Gesundheit Gefährliche Überdosis
Stadtbewohner und Privatpatienten werden medizinisch viel stärker versorgt als nötig - das macht sie krank und ist teuer.
Die City BKK ist pleite, und andere Kassen wehren sich, deren alte und kranke Versicherte aufzunehmen. Eine "schäbige" Reaktion? …
mehr unter: http://www.zeit.de/2011/22/Kostenfaktor-Mensch

KÖLNER STADT-ANZEIGER 04. Mai 2011
Wie unser Gehirn arbeitet: Eine Gebrauchsanleitung
Begabung und Training: Stephen Wiltshire ist wie eine Kamera, eine Kamera mit einer hohen Auflösung wohlgemerkt. Er wurde mit einem Hubschrauber über Rom geflogen. Anschließend malte er ein Panorama der Stadt – auf dem alle Paläste, alle Straßen, überhaupt alles im Detail korrekt dargestellt war. Sogar die Anzahl der Fenster an den einzelnen Häusern war korrekt. Natürlich war die Abbildung keine übermäßig künstlerische Leistung – es war eben nur ein Abbild der Realität. Aber wie konnteWiltshire sich die vielen Details merken?Wie konnte er sich das Aussehen von Hunderten von Häusern einprägen? …
mehr unter: http://www.gehirnwelten.de /pdf /kst (pdf-Datei)

FAZ.NET 04. Januar 2011
Gerichtsgutachter
Zwischen Wahrheit und Kaffeesatz
Robert Musil nannte sie die "Reserveengel der Justiz", die psychologischen Gutachter bei Gericht. Sie sollen für tragfähige Einschätzungen der psychischen Disposition der Angeklagten sorgen - aber das sagt sich leicht. …
mehr unter: http://www.faz.net/artikel/C30783/gerichtsgutachter-zwischen-wahrheit-und-kaffeesatz-30323490.html

FAZ.NET 21. September 2009
Psychologie
Ich werde schaden
Der bekannte Placebo-Effekt bei medizinischen Blindversuchen hat seinen naheliegenden Gegeneffekt: Befürchtungen von schädlichen Nebenwirkungen führen auch dann zu Beschwerden, wenn das verabreichte Mittel bloß die inhaltsfreie Testpille war.
Der 26-jährige Derek Adams wollte seinem Leben ein Ende setzen. Seine Freundin hatte ihn verlassen. Er schluckte 29 Kapseln eines Antidepressivums und bekam Todesangst. Nach der massiven Überdosis sackte sein Blutdruck ab, er kam in die Klinik und konnte trotz intravenöser Infusionen nicht stabilisiert werden. …
mehr unter: http://www.faz.net/artikel/C30565/ psychologie-ich-werde-schaden-30087952.html

FAZ.NET 01.Dezember 2008
Zuhause sterben - Ein Abschied in Würde
Viele Todkranke wollen zu Hause sterben, den wenigsten gelingt es. Ein neues Gesetz soll die Situation erleichtern - und schon gibt es Streit um die Kosten.
Anne-Kathrin hatte ein Ewing-Sarkom, einen besonders bösartigen Tumor des Knochens. Immer wieder musste sie in die Tübinger Uniklinik. Am Ende verbrachte die zuletzt Elfjährige dort mehr als fünf Monate durchgehend. Immer wieder hatten Ärzte, Schwestern und vor allem die Eltern gehofft, die Entlassung stehe unmittelbar bevor …
mehr unter: http://www.faz.net/artikel/C31206/zuhause-sterben-ein-abschied-in-wuerde-30199393.html

FAZ.NET 22. Januar 2008
Hirnschrittmacher - Gehirn unter Strom
Hirnschrittmacher für Parkinsonpatienten sind keine Seltenheit mehr. Elektrische Impulse im Denkorgan können aber auch gegen Kopfschmerz oder Depressionen helfen. Und: Auch ein gesundes Organ kann unter Umständen Impulse vertragen.
Es fing mit einem Blinzeln an. Da war Christian Weber gerade neun Jahre alt. Dann kamen Gesichtszuckungen hinzu, der Mund schnitt Grimassen, die Hand schlug um sich, und aus dem Rachen drangen bellende Laute. "Es wurde schlimmer und schlimmer. Ich hatte überhaupt keine Kontrolle", sagt Weber. …
mehr unter: http://www.faz.net/artikel/C30565/hirnschrittmacher-gehirn-unter-strom-30089992.html

SPIEGEL ONLINE 27.12.2007
Vorratsdatenspeicherung - Der gläserne Patient
Kinderpornos, Waffen, Drogen - das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, das am Neujahrstag in Kraft tritt, soll die Verbrecherjagd im Internet erleichtern. Doch die Fahnder können auch die Krankheiten von Patienten ermitteln. Ein Warnruf.
"Sie haben Krebs." Bekommt ein Patient in einem Arztgespräch eine Diagnose, möglicherweise über eine schwere Krankheit, geht er in der Regel sofort auf die Suche nach Informationen: am Kiosk, am Telefon, vor allem aber im Internet. Dort stoßen Patienten beispielsweise auf Selbsthilfegruppen, lesen die Informationsseiten von Universitäten, fahnden nach einem guten Arzt, finden Empfehlungen über Medikamente und bestellen Bücher. …
mehr unter: http://www.spiegel.de/ wissenschaft /mensch /0, 1518,516415,00.html

WELT ONLINE 22.12.2007
Der unsterbliche Bienenstaat
Erst "Das große Krabbeln", jetzt "Bee Movie": Der neue Film aus der Welt der Arbeitsvölker ist da. Wie der Bienenstaat funktioniert, fasziniert auch die Wissenschaft.
Im Winter geht es ums nackte Überleben: Während es draußen stürmt, regnet oder schneit, hat sich das Bienenvolk im Stock zu einer Traube zusammengeballt, in deren Innerem die Königin bei 35 Grad auf den Frühling wartet. Die Sammelflüge sind eingestellt, es wird kein Honig produziert und kein Pollen eingelagert. Was von außen wie ein Winterschlaf aussieht, ist in Wirklichkeit Schwerstarbeit …
mehr unter: http://www.welt.de/welt_print /article1486520/ Der_unsterbliche_Bienenstaat.html

FAZ.NET 02. Januar 2006
Laufen - Gesund am Marathon ist nicht der Marathon
Wer sich für das neue Jahr einen Marathon vorgenommen hat, sollte einen Umweg machen: Der Abstecher zum Arzt ist eine gute Lebensversicherung. Die meisten Todesfälle bei der Tortur über 42 Kilometer könnten verhindert werden.
Schon die Legende endete tragisch: Als das Heer der Athener die Übermacht der Perser bei Marathon besiegt hatte, wurde der Bote Eukles losgeschickt, um die Nachricht vom glorreichen Sieg nach Athen zu tragen. Nach einem Lauf von 42 Kilometern konnte er sie gerade verkünden, bevor er tot zusammenbrach. …
mehr unter: http://www.faz.net/artikel/C31105/laufen-gesund-am-marathon-ist-nicht-der-marathon-30096582.html